Franz-Stock-Komitee für Deutschland e.V.

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Arnsberg freut sich über die Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens

Hans-Josef Vogel

"Das war in jeder Hinsicht ein historischer Tag für unsere Stadt", formulierte Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel nach dem feierlichen Ereignis im "Sauerländer Dom" St. Johannes Baptist in Arnsberg-Neheim, der Tauf- und Primizkirche von Franz Stock. Zum ersten Mal wurde ein Seligsprechungsverfahren im Sauerland/Südwestfalen eröffnet.  Franz Stock wurde 1904 in Arnsberg-Neheim geboren. In der "Hölle des Nationalsozialismus" in Paris stand er auf den Seiten der Opfer. Er begleitete die von den Nazis zum Tode Verurteilten - insbesondere aus dem französischen Widerstand -  bis hin zu den Erschießungen und unterrichtete trotz Verbots ihre Familien und Freunde. Nach dem Kriege errichtete und leitete er in dem deutschen Kriegsgefangenenlager bei Chartres das größte Priesterseminar der Welt, das als "Stacheldraht-Seminar" in die Geschichte einging. Bürgermeister Hans-Josef Vogel: "Franz Stock hat Übermenschliches geleistet. Er hat damit den Weg bereitet zur Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und für ein neues Europa. Er zählt zu den Großen in der Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland und zu den Großen in unserem Land."  Zurecht habe Papst Johannes Paul II. Franz Stock in einer Reihe genannt mit Bruno von Querfurth und Benno von Meissen; Hildegard von Bingen und Elisabeth von Thüringen; Hedwig von Andechs und Gertrud von Helfta; Albert der Große und Petrus Canisius; Edith Stein, Alfred Delp und Karl Sonnenschein.


Pressemitteilung der Stadt Arnsberg, Sept. 2009

Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel erklärte zur im November stattfindenden Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens für den Neheimer Priester Franz Stock: "Unsere ganze Stadt, ob katholische oder evangelische Christen, ob Muslime oder Hindus, ob Atheisten oder Agnostiker, unsere ganze Stadt, wir alle freuen uns, dass die Katholische Weltkirche den Prozess zur Seligsprechung von Franz Stock im November eröffnet. Und dass sie dies in unserer Stadt in St. Johannes Baptist, im Sauerländer Dom tut."

Franz Stock habe, so Hans-Josef Vogel, durch sein mutiges und aufopferungsvolles Leben in der dunkelsten Zeit der Zerstörung Europas das Licht Europas weiter getragen und den Weg Europas zu Frieden und Freiheit bereitet. Er habe dies getan als Gefängnisseelsorger der von den Nazis in Paris Inhaftierten des französischen Widerstandes. Vogel weiter: "Franz Stock stand auf der Seite der Opfer, ging mit ihnen zu den Erschießungen. Er hat sie getröstet, war ihr Beistand, war ihr letzter Freund. Und er hat sie begraben und ihre Angehörigen unterrichtet, obwohl es ihm verboten war."

Arnsbergs Bürgermeister Vogel erinnerte auch daran, dass Franz Stock im Gefangenenlager bei Chartres für 38.000 deutsche Soldaten ein Stacheldraht-Seminar organisiert und geleitet hat, in dem fast 1.000 Gefangene ihr Abitur nachgeholt und ein Theologiestudium begonnen haben. Das Stacheldrahtseminar von Franz Stock war das bislang größte Priesterseminar der Welt.

Quelle (Text und Bild) www.arnsberg.de

Zuletzt aktualisiert am Montag, 22. Oktober 2012 19:56

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