www.franz-stock.org

Foto: Innenraum der Heimkehrer-Dankes-Kirche während des Pontifikalamtes mit Bischof Pansard, Chartres, 2015In der Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankes-Kirche) in der Pfarrei St. Franziskus Bochum entsteht zur Zeit eine neue Gedenkstätte, die dauerhaft dort an das Leben und Wirken des Priesters des Erzbistums Paderborn und Glaubenszeugen Abbé Franz Stock erinnern soll.

Die Weihe der Gedenkstätte ist für Sonntag, 21. Februar 2016, vorgesehen. Um 10 Uhr wird der Paderborner Domkapitular, Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Erzbischöflicher Delegat im Seligsprechungsverfahren für Abbé Franz Stock, einem Hochamt in der Kirche Heilige Familie (Heimkehrer-Dankes-Kirche), Karl-Friedrich-Str. 109, 44795 Bochum-Weitmar, vorstehen.

Erich Kock ist am 14. Januar 2016 im Alter von 90 Jahren in Köln gestorben. Er war Schriftsteller, Publizist und Autor zahlreicher Sachbücher, Biographien, Kurzgeschichten, Dokumentationen und Porträts in Film und Fernsehen.

Im Stacheldrahtseminar von Chartres unter Leitung von Abbe Franz Stock begann er in Kriegsgefangenschaft das Studium der katholischen Theologie, Philosophie und Germanistik. Ab 1953 arbeitete er journalistisch, zunächst für Zeitungen und Zeitschriften. Später ging er zum Rundfunk und schuf für das Fernsehen mehr als 100 Filme zu theologischen, kunst- und zeitgeschichtlichen Themen. Von 1961 bis 1968 unterstützte er Heinrich Böll als dessen persönlicher Sekretär. Später war er 18 Jahre lang für den Deutschen Caritasverband tätig. 1977 wurde Kock mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet.

Erik Kock verfasste u.a. auch das Buch "Abbé Franz Stock. Priester zwischen den Fronten." und erstellte den Dokumentarfilm "Franz Stock. Priester zwischen den Fronten", der bereits im Jahr 1963 vom WDR ausgetrahlt wurde.

Zu den wichtigen Ereignissen des Jahres 2016 zählen die Weltjugendtage im Juli in Krakau. Auf ihrem Weg nach Polen werden 250 französische Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Paderborner Schwesterbistum Le Mans Station in Neheim und Hüsten machen. Sie werden am 18. Juli anreisen und am 19. Juli ihren Weg fortsetzen. Auf dem Programm stehen die Beschäftigung mit der Person des aus Neheim stammenden Priesters Franz Stock, der durch sein Wirken in Frankreich für die deutsch-französische Nachkriegsgeschichte so entscheidend geworden ist und ganz in seinem Sinne auch die aktuelle Begegnung zwischen Deutschen und Franzosen. Die französischen Gäste sollen möglichst für diese eine Nacht in Gastfamilien untergebracht werden. Wir bitten alle schon jetzt zu überlegen, ob sie einen Gast beherbergen können. Nähere Informationen folgen später.

Weitere Informationen zur Reise der Jugendlichen:
http://www.jupa-paderborn.de/meldung/libori-weltjugendtag-franzosen.php

Bild zu Franz-Stock-GedenktagDer Vorstand des Komitees lädt zur Teilnahme am Franz-Stock-Gedenktag 2016 herzlich ein. Diesen wollen wir am Sonntag, den 28. Februar, mit einem feierlichen Gottesdienst um 11.00 Uhr in der Neheimer Pfarrkirche St. Johannes Baptist (Neheimer Markt, 59755 Arnsberg) zur Erinnerung an Franz Stocks Todestag (24.02.1948) beginnen.

Die Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Komitees sind anschließend (ca. 12.45 Uhr) zu einem einfachen Mittagessen eingeladen, dass im Pfarrheim St. Johannes (Goethestr. 19, 59755 Arnsberg) zu einem Kostenbeitrag von 10 € angeboten wird. In den vergangenen Jahren wurde dieses Angebot erfreulicherweise von vielen angenommen. Auch in diesem Jahr erhoffen wir uns einen großen Zuspruch. Aus organisatorischen Gründen benötigen wir eine Anmeldung für das Mittagessen (auch per Mail möglich) spätestens am 22. Februar!

Bis zum Beginn der an gleicher Stelle stattfindenden Mitgliederversammlung um 14.30 Uhr wird es reichlich Gelegenheiten geben zum Gedankenaustausch und zur Sichtung unseres Informationsmaterials über Franz Stock (Bücher, Flyer usw.).

Die Versammlung beginnt mit einem Vortrag von Hans-Josef Vogel (Bürgermeister der Stadt Arnsberg).

Papst Franziskus erhält Franz Stock Biographie © L'Osservatore RomanoBei der Generalaudienz am 2. Dezember auf dem Petersplatz in Rom hat der Vorsitzende des Franz-Stock-Komitees, Pfarrer Stephan Jung aus Arnsberg-Neheim, Papst Franziskus das Anfang des Jahres erschienene Buch „Franz Stock – Menschlichkeit über Grenzen hinweg“ überreicht. Bei einem kurzen Austausch mit dem Papst verwies Pfarrer Jung auf das Lebenszeugnis des Priesters Franz Stock. Papst Franziskus bedankte sich mit einem herzlichen „Dankeschön!“. An der Audienz nahm auch Frau Elisabeth Steinfurt aus Freiburg teil, die das französische Originalwerk von Raymond Loonbeek ins Deutsche übersetzt hat.

Weitere Informationen zum Buch von

 

 

 

 

 

Foto: © L'Osservatore Romano

Vorstandsvertreter des Komitees und der Les Amis während der Klausurtagung in Meschede 2015Vom 15. bis 17. November 2015 trafen sich Vorstandsmitgieder der Les Amis de Franz Stock für Frankreich (AFS) und des Franz-Stock-Komitees für Deutschland (FSK) zu ihrem regelmäßigen Austausch in Meschede.

Die Teilnehmer der Tagung aus Paris und Deutschland standen unter dem Eindruck der Ereignisse von Paris am vergangenen Wochenende. Dies führte jedoch nicht zu Resignation, sondern vielmehr fühlten sich alle noch mehr aufgerufen, im Sinne von Franz Stock sich für den Frieden in Europa und in der Welt einzusetzen. Denn die augenblicklichen Ereignisse gäben Anlass zur Befürchtung, dass ein Punkt erreicht sei, in dem das Lebenswerk von Franz Stock und derer, die in seinem Sinne wirkten, zerstört werde. Diese Überlegungen wurden jedoch nach kurzer Zeit überlagert durch die Frage, wie die beiden Komitees auf die Ereignisse in Paris vor dem Hintergrund eines bedrohten Friedens durch Hass reagieren sollten. Man beschloss folgende Resolution zu veröffentlichen:

„In den Jahren zwischen 1939 und 1948 hat der Priester Franz Stock eine Botschaft der Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland vorgelebt, in einem Augenblick, als Hass die Beziehung zwischen beiden Ländern bestimmte. Nun breitet sich eine Welle des Hasses in Europa aus. Das Franz-Stock-Komitee und die Amis de Franz Stock, die zu ihrem jährlichen Treffen in der Benediktinerabtei in Meschede zusammengekommen sind, appellieren an alle Europäer guten Willens, sich vom Verhalten des „Seelsorgers in der Hölle“ inspirieren zu lassen, um der dramatischen Situation, mit der wir konfrontiert sind, zu begegnen.“

In diesem Zusammenhang standen die Teilnehmer sowohl dem WDR-Fernsehen als auch Radio Sauerland Rede und Antwort.

Vorstellung der Erinnerungen an das Priesterseminar für Kriegsgefangene in Orléans und Chartres (v.l.n.r.): Barbara Nichtweiß, Domkapitular Josef Seuffert und Kardinal Karl Lehmann.  © Bistum Mainz / BlumErinnerungen von Domkapitular Seuffert an das Priesterseminar für Kriegsgefangene

Mainz. Gerade sind die autobiographischen Erinnerungen von Domkapitular em. Josef Seuffert über seine Zeit im Priesterseminar für Kriegsgefangene in Orléans und Chartres (1945 bis 1947) erschienen.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin / Quelle: WikipediaWas haben Franz Stock und der französische Künstler Gabriel Loire (1904-1996) gemeinsam? Beide sind nicht nur im selben Jahr geboren, sondern auch über die Kirche Saint-Jean-Baptiste in Chartres-Rechèvres miteinander verbunden, in der Franz Stock seit 1963 begraben liegt. Loire war Stock zwar zu Lebzeiten nie begegnet, zeigte sich aber tief beeindruckt von seinem Wirken und gestaltete 1996 das neue Mosaik in der Grabkapelle von Franz Stock. Es war das letzte Werk des Chartrenser Künstlers, der unter anderem die blauen Glasfenster in der neuen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin entworfen hat. Vom 17.-22. September 2015 reiste nun eine Gruppe der evangelischen Gedächtniskirchengemeinde von Berlin nach Chartres, um mehr über die Kunst Gabriel Loires und das Leben Franz Stocks zu erfahren.

Eine neue Informationssäule am Franz-Stock-Denkmal erläutert allen Interessierten dessen BedeutungVor 50 Jahren, am 29. September 1965, wurde das Franz-Stock-Denkmal seitlich neben dem Haupteingang der Pfarrkirche St.-Johannes-Baptist in Arnsberg-Neheim errichtet und eingeweiht. Die Erinnerung ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Was wäre es, wenn diese nicht vorhanden wäre? Erinnerung aber bedarf auch der Zeichen als Hilfe und zur Deutung.

Aus diesem Grund hat das Komitee die Erinnerung an den 50. Jahrestag der Einweihung des Denkmals zum Anlass genommen, eine Hinweistafel mit Erläuterungen aufzustellen. Die neue Informationssäule am Denkmal wurde technisch umgesetzt und gesponsert von zwei Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe Julius Cronenberg Sophienhammer: der Urbanus GmbH und der Via Guide GmbH. Das Grünflächenmanagement der Stadt Arnsberg hat die Stele neben dem Denkmal in den Boden eingelassen. Allen Kooperationspartnern gilt der besondere Dank des Franz-Stock-Komitees.

Go to top